
Jedes Jahr, Anfang des Jahres, versuche ich zu fühlen, zu erahnen, was das Jahr von mir will. Nicht, was ich will, nicht, was ich plane, sondern was das Universum, das Große Ganze, das Göttliche von mir will. Das was ich will, manifestiere ich in den 13 Wünschen in den Rauhnächten. Doch was kommt darüber hinaus an Ahnungen auf mich zu. Was will der Große Geist, Mutter Erde, G*tt von mir.
Und so lege ich mir eine Schwelle auf den Weg, stelle die Frage und gehe absichtslos los. Nicht einfach, zwingt mich aber in die Präsenz. Was sehe ich, was nehme ich wahr, was begegnet mit?
2026 beginnt in Mecklenburg-Vorpommern mit Schnee und so wandere ich durch die weite weiße Winterwelt. Sehe Samen und Beeren an den Sträuchern und Bäumen, sehe dicke Knospen, die geschützt in ihrer Hülle auf das Aufbrechen im Frühling warten. Mir begegnen Scharen von Gänsen: Blässgänse, Nonnengänse aka Weißwangengänse, Kanadagänse. Verschiedenste Arten von Gänsen hocken gemeinsam auf dem Feld, fliegen gemeinsam auf das Wasser, wenn sie etwas beunruhigt. Bleiben beisammen. Ich atme tief durch, rieche die frische kalte Schneeluft und merke, wie ich immer ruhiger werde. Vereinzelt kommen mir Menschen entgegen, einzeln oder als Paar. Sie grüßen mich freundlich, es ist eine friedliche Atmosphäre.
Die Botschaft ist eigentlich ganz einfach: ruhig bleiben, dem Verlauf der Natur vertrauen, mich durch große Massen nicht aus meiner Ruhe bringen lassen und Kontakt mit einzelnen Menschen halten. Dann wird das schon mit diesem Feuerpferdjahr, dass überall so marktschreierisch angekündigt wird.
